Heilpflanzen und Wildkräuter im Midgard Heilpflanzengarten in Bremen

Heilpflanzen und Wildkräuter im Midgard Heilpflanzengarten

Hier stelle ich unsere Heilpflanzen und Wildkräuter vor - nach und nach im Laufe des Jahres.

Die Pflanzen stammen aus Saaten, Wildsammlungen und aus der KRÄUTEREI in Oldenburg

Viel Freude - und schaut bald wieder vorbei - es wächst und gedeit ! Jürgen Seibold, Heilpraktiker

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Alraune (Mandragora officinarum)Heipflanze im Midgard Heilpflanzengarten in Bremen: die Alraune

Die Alraune wurde schon von den Assyrern in alter Zeit als Schmerz- und Betäubungsmittel benutzt. Wahrscheinlich wurde die Pflanze von unseren germanischen Vorfahren bereits rituell benutzt (Alrun = der alle Runen kennt.  Runen = Raunen, Flüstern) Dieser Brauch hat sich in Südtirol noch bis heute erhalten durch die Verwendung der Wurzeln als Beschützer (Galgenmandl und Weibele).
Die hier zu sehende Alraune (Mandrogora officinarum) kommt vor Allem in Südeuropa vor - in Nordeuropa wächst sie zwar und kann auch den Winter überstehen, wenn sie vor Frost etwas geschützt wird - aber heimisch ist sie hier nicht. Sie liebt trockene und sonnige Stellen.

Die Nutzung
- VORSICHT - Die Pflanze enthält Alkaloide und der Verzehr von Wurzeln
und Blättern kann bei unsachgemässem Gebrauch tödlich wirken!!!!

  • die getrocknete Wurzel zum Räuchern
  • die Wurzel als Schlaf,- Betäubungs-, und Schmerzmittel, als psychoaktive und aphrodisierende  Substanz als Wein oder als Tinktur
  • die Früchte sind essbar und sollen leicht aphrodisierend wirken
  • die getrocknete Wurzel als Glücksbringer oder Beschützer

Literatur zur Heilpflanze Alraune:

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Königskerzedie Königskerze - eine wohlschmeckende Heilpflanze (Verbascum densiflorum)

Die Königskerze ist eine sehr wohlschmeckende, fruchtige Heilpflanze. Ein Aufguss der Blüten lindert vor Allem Reizhusten und die Indianer Nordamerikas rauchten Sie gegen Lungenerkrankungen. Als Wildkraut sind die Blüten sehr wohlschmeckend (apfelähnlich) und die Blätter sind, klein geschnitten, eine ballaststoffreiche Bereicherung des Salates. Da die Blätter der Digitalis / Fingerhut (hochgiftig !) ein wenig ähnlich sehen, bitte dringend aufpassen und  nur bei absoluter Kenntnis konsumieren !!! Die Blütenstände sind allerdings unverwechselbar majestätisch ! Sie ist zweijährig und streckt Ihre Blütenstände im 2. Jahr dem Himmel entgegen !

"Da sie geradeaus gegen Himmel weist, eine "Kerze ohne Licht", wie sie der Botaniker Trattinick nannte, heisst sie wohl auch Himmelbrand, im Altdeutschen himilbrando. Bedeutet doch "Brand", hergenommen von der emporlodernden Flamme, überhaupt etwas Prächtiges."

Weiterlesen: sagen.at

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Heilpflanze Schlehe im Frühling in BremenSchlehdorn, Schwarzdorn (Prunus spinosa)

Die Schlehe ist eine typische "Hag"pflanze - eine Heckenpflanze, die dem Lebensraum der Menschen Schutz gewährte vor der Wildheit der Natur. Die Hecke ist der  Aufenthaltsort der Hagzissa (ahd = Heckensitzer, Namensursprung von "Hexe") - der weisen Frau, die zwischen Kultur und der wilden Natur vermitteln kann. Eine magische Pflanze schon in Ihrer Betrachtung: aus dem dunklen, dornigen Holz "explodieren" regelrecht die Blüten im zeitigen Frühjahr - und läuten mit ihrem Mandelduft das Ende des Winters ein.

Die Blüten finden Ihre Verwendung neben allerlei magischen Ritualen auch in der Volksheilkunde ihre Verwendung: sie sind nach Pfarrer Kneipp "das mildeste Abführmittel", sollen den Stoffwechsel anregen und ein alter Spruch zum Verzehr der ersten drei Schlehenblüten lautet: "Jetzt ess ich die ersten drei, damit ich das Fieber nicht kriege".

Im Herbst ist es Zeit für die dunkelblauen Früchte, die mit den Pflaumen verwandt sind. Nach den ersten Frösten sind sie bekömmlich und finden ihre Verwendung im Schlehenwein und in Marmeladen. Sehr reich an Vitamin C und weiteren gesunden Substanzen, waren sie in der Steinzeit schon eine beliebte Gesundheitsquelle. Die zusammenziehende Wirkung der Früchte mit dem hohen Gehalt an Gerbsteffen wird und wurde als getrocknete Frucht sowohl bei Entzündungen im Mundraum als auch zur Beruhigung des Magens eingesetzt. Schon steinzeitliche Funde belegen den Verzehr der Schlehenfrüchte.

Weitere Informationen zur Schlehe:

 

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Weiter gehts mit der Vorstellung der Heilpflanzen im Verlauf der Jahreszeiten -
schau gerne wieder vorbei!

 

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